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Medientraining - wie bringe ich meinen Event, meine Information in die Medien

- Mittagsinfo Veranstaltung
Mittagsinfo: Donnerstag 2. Sept. 2010
Sie können hier die Unterlagen der Referate der beiden ReferentInnen downloaden.
Heinz Girschweiler vom Tages-Anzeiger bringt über 30 Jahre Berufserfahrung als Lokal- und Regionalredaktor mit.
Alexandra Rosetti, Leiterin Pressestelle UNICEF Schweiz
Unterwegs für Menschenrechte
Wie es der Zufall will, erfahre ich zu Weihnachten 2009, dass mich mein dreimonatiger Einsatz für Peace Watch Switzerland nach Bethlehem führt. Bereits am 2. Januar 2010 treffe ich mit weiteren freiwilligen BeobachterInnnen aus aller Welt in Bethlehem ein.
Dort werden wir von unseren VorgängerInnen während zwei Tagen in unser Arbeitsfeld eingeführt, bevor diese das Land verlassen. Bald wird uns Sturm im Kopf von den Ausführungen über die aktuelle, schwierige Situation und über die zahlreichen Aufgaben, die uns bevorstehen. Den persönlichen Stärken entsprechend, planen wir unsere Aktivitätsfelder. Ich bin für das Medizinische, Soziale und Praktische geeignet. Aus den zahlreichen Tätigkeiten berichte ich nur von einer wiederkehrenden Aufgabe.
Bewegende Erlebnisse
Zweimal wöchentlich überwache ich zusammen mit einem Kollegen den grössten Checkpoint zwischen Jerusalem und Bethlehem, den jeden Morgen bis zu 3000 Menschen passieren. An diesen Tagen klingelt unser Wecker bereits um vier Uhr. Ab zwei Uhr früh warten Menschen bei jedem Wetter auf Durchlass, denn der Checkpoint sollte um fünf Uhr öffnen – sollte. Wir notieren schikanöse Verspätungen, provokante Restriktionen und rücksichtslose Aktionen. Ein Durchgang in eine Richtung kann bis zu fünf Stunden dauern. Auf Menschenrechteder anderen Seite stehen die hilfreichen israelischen Frauen von «Machsom Watch», welche gegen Missstände jenseits der Trennwand intervenieren. Wenn jemand grundlos seine Transitbewilligung einbüsst, rufen wir sie drüben an. Manchmal können sie helfen. Unsere Statistiken über Beobachtungen gehen an die UNO und an weitere Menschenrechtsorganisationen.
Zurück in der Schweiz
Seit meiner Rückkehr versuche ich, Schweizerinnen und Schweizer für die zahlreichen Probleme der friedliebenden Israeli und Palästinenser zu sensibilisieren. Was wir hier aus den Medien wahrnehmen, ist nur ein kleiner Teil ihrer alltäglichen Probleme. Als BeobachterInnen hoffen wir, allein durch unsere Anwesenheit im Krisengebiet heikle Situationen für den Moment zu entschärfen und damit Schlimmeres zu verhindern. Ich möchte diesen Einsatz nicht missen. ( S a b i n e B l u m )
Wer steht dahinter?
Im Herbst 2000 eskalierte der israelisch-palästinensische Konflikt zur zweiten Intifada. Um weiteren Gewaltübergriffen auf die Zivilbevölkerung vorzubeugen, unterhält der ökumenische Rat der Kirchen eine internationale Präsenz (EAPPI). Die Verantwortung für die schweizerische Beteiligung liegt beim Hilfswerk HEKS. Peace Watch Switzerland ist für die praktische Umsetzung der Einsätze zuständig. Mit der Anwesenheit von freiwilligen BeobachterInnen in den besetzten Gebieten macht sich die Organisation für den Frieden und Menschenrechte stark. Sie setzen ein Zeichen der Solidarität mit der Zivilbevölkerung und sorgen dafür, dass die Weltöffentlichkeit sie nicht vergisst.
Kontakt: Peace Watch Switzerland, Projekt Palästina / Israel, Quellenstrasse 31, 8005 Zürich, Telefon 044 272 27 88, palestine@peacewatch.ch www.peacewatch.ch





